Gruppe nimmt erst 2007 wieder neue Spieler/innen auf
Theaterlabor Bochum: Make Love, Not War!
„Sag mir, wo die Blumen sind...Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind...Was ist geschehn…?“
(Pete Seeger)
Die Siebziger Jahre… eine Zeit der großen Träume und Visionen. Joan Baez sang dieses Lied auf einer der vielen Protestkundgebungen und traf damit den Nerv einer Generation.
Inspiriert durch die revolutionären 68er suchte die Jugend nach einem anderen, besseren Leben jenseits der Traditionen: Nichts galt mehr, alles wurde neu gedacht und neu erfunden: In der Friedensbewegung, Frauenbewegung, Schwulenbewegung, Umwelt- oder Anti-Atomkraft-Bewegung… Manche stiegen sogar aus, zogen fort oder lebten in Wagenburgen:
Es war eine Zeit der gesellschaftlichen Experimente, und die Geburtstunde der alternativen Lebensformen…
Theaterlabor Bochum startet ein neues Projekt. Nach ‚Mensch lass dir helfen’ (2003), ‚Ein Sommernachtstraum’ (2004) und ‚Metamorphosen’ (2005-06) folgt nun ‘Make Love, Not War’ - ein selbstironischer Rückblick auf die Siebziger Jahre.
In den ersten drei Workshops wird gespielt, geforscht, experimentiert: Anhand von Musik (The Doors, Eric Burdon, Pink Floyd…) Literatur und eigenen Erinnerungen suchen wir nach dem Lebensgefühl der damaligen Zeit. Wir schlüpfen in Schlaghosen, lange Wollpullis oder Gammellook und reisen zurück in unsere Jugend. Setzen eigene Erlebnisse aufs Spiel und erfinden Neue.
Was waren unsere Träume, und was ist daraus geworden?
Gearbeitet wird mit szenischen Improvisationen, Rollenarbeit, Tanz und Bewegungstheater. Aus dem erspielten Material entsteht das Stück, das wir im Anschluss inszenieren, und mehrmals zeigen werden. Dabei kann eine durchgängige Geschichte entstehen, mit verschiedenen Rollen, oder auch eine Collage, die auf die Wirkung von Bildern setzt. Ob diese traurig, ernst oder lustig sein wird, oder alles zugleich, steht heute noch nicht fest...
Ziel ist jedenfalls eine ausdrucksstarke Performance, die Spaß macht - und die aufregenden Siebziger für einen kleinen Moment wieder aufleben läßt.
Theaterlabor Bochum gibt es bereits seit 2002. Es steht für Theater mit Tiefgang, für ein Spiel mit Fragen, die uns alle beschäftigen: Ein Theater, das nicht nur unterhalten, sondern auch berühren und zum Denken anregen will.
Die Spieler sind Amateure und im ‚normalen Leben’ Lehrerin, Sozialarbeiter oder Gärtnerin. Manche sind schon lange dabei, andere erst kürzlich zu uns gestoßen.
Termine: 2./3. September; 21./22. Oktober; 25./26. November; 20./21.Januar; 24./25. Februar; 24./25. März und 17.-20. Mai
Zeiten: jeweils 10-16.30 Uhr
Premiere: 20. Mai, weitere Auftritte am 1., 2. und 3. Juni